Evolutionäre Humanisten Göttingen

Satzung

Vereinssatzung

§ 1 Name, Sitz

(1) Der Verein führt den Namen „Evolutionäre Humanisten Göttingen“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Rechtsformzusatz „e.V.“.

(2) Sitz des Vereins ist Göttingen. 

§ 2 Zweck

(1) Der Verein versteht sich als Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung. Das Selbstverständnis des Vereins umfasst eine Weltanschauung, die dem Geiste der Aufklärung, dem Stand der Wissenschaft sowie der Erklärung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit verpflichtet ist.

(2) Zweck des Vereins ist daher die Förderung des Humanismus im Sinne einer Informationsvermittlung und Bildung über Naturalismus, Skeptizismus und einer humanistischen, säkularen Weltanschauung. Dazu sollen gesellschaftliche, aktuelle und vergangene Themen aufgegriffen werden und das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit für eine religions- und parteiunabhängige, humanistische Sicht geschärft werden. Der Verein fördert die Allgemeinheit in den genannten Gebieten geistig und sittlich auf eine selbstlose Weise.

(3) Der Verein will den Diskurs zur Loslösung von Anschauungen vorantreiben, die eine transzendente Wirklichkeit konstruieren. Dazu wird die Hilfe für politisch, weltanschaulich oder religiös Verfolgte gefördert, indem der Verein das Verständnis und die Toleranz auch für die Entscheidung fördert, keiner bestimmten Religion zugehörig zu sein.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ,,Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch

  1. die Förderung der Weltanschauung (§ 52 Abs. 2 Nr. 2 AO)
  2. die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe (§ 52 Abs. 2 Nr. 7 AO)
  3. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste (§ 52 Abs. 2 Nr.10)

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 5 Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche volljährige Person werden. Juristische Personen können außerordentliches Mitglied ohne Stimmrecht sein (Förderer).

(2) Die Aufnahme ist schriftlich zu beantragen. Zur Aufnahme von natürlichen und juristischen Personen ist es erforderlich, dass diese versichern, die unter § 2 genannten, gemeinnützigen Zwecke zu verfolgen. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

(3) Die Mitgliedschaft endet

  1. mit dem Tod des Mitglieds
  2. durch schriftliche Austrittserklärung gerichtet an ein Vorstandsmitglied. Sie ist nur zum Schluss eines Kalendermonats ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zulässig,
  3. durch Ausschluss aus dem Verein; die Mitgliederversammlung kann mit 2/3 der anwesenden Mitglieder den Ausschluss - nach Anhörung des Betroffenen - aussprechen. Die Gründe sind dem Betroffenen 2 Wochen vor der Mitgliederversammlung durch den Vorstand schriftlich mitzuteilen.

§ 6 Beiträge

Es sind Mitgliedsbeiträge zu leisten, deren Höhe durch Beschluss der Mitgliederversammlung festgelegt wird.

§ 7 Organe

Die Organe des Vereins sind

  1. der Vorstand
  2. die Mitgliederversammlung
  3. der Kassenprüfer.

§ 8 Der Vorstand

(1) Der Vorstand des Vereins besteht aus den beiden Vorsitzenden und dem Schriftführer/Kassenwart. Die Aufgaben verteilt der Vorstand unter sich und führt darüber Protokoll.

(2) Die Vorstandsmitglieder sind jeweils einzeln berechtigt, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

(3) Der Vorstand wird auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die Vorstandsmitglieder bleiben bis zur Neuwahl im Amt.

§ 9 Die Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung beschließt insbesondere über die Wahl des Vorstands, die Entlastung des Vorstands, die Höhe der Mitgliedsbeiträge, die Prüfung und Genehmigung der Jahresabrechnung, Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins, Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern.

(2) Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich vom Vorstand einzuberufen. Sie ist ferner einzuberufen, wenn 1/10 der Mitglieder dies durch Antrag in Textform fordert. In diesem Fall muss die Einberufung spätestens zwei Wochen nach Eingang des Antrages erfolgen.

(3) Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich oder bei schriftlichem Einverständnis des Mitglieds per Email, mit einer Frist von zwei Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung. Anträge und deren Inhalt sind, soweit möglich bei der Einladung zu dem jeweiligen Tagesordnungspunkt bekannt zu geben, so dass eine Vorbefassung möglich ist.

(4) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde und mindestens drei Mitglieder anwesend sind.

(5) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Für Beschlüsse über Satzungsänderungen oder über die Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von 2/3 aller Mitglieder des Vereins notwendig. Das Stimmrecht und die Stimmkraft werden nach dem gesetzlichen Kopfprinzip bestimmt. (Im Sinne des § 25 Abs. 2 WEG.)

(6) Jedes Mitglied kann sich unter Vorlage einer Vollmacht in Textform bei einer Versammlung durch ein anderes Mitglied vertreten lassen; zulässig ist die Vertretung jeweils eines einzelnen Mitgliedes durch je nur ein anderes Mitglied. Ein Mitglied kann über einzelne Tagesordnungspunkte auch in Textform und in Abwesenheit abstimmen. Dafür ist der Zugang der Stimme am Tag der Versammlung zu Beginn der Versammlung erforderlich. Die Abstimmungen sind offen, es sei denn ein Mitglied beantragt eine geheime Abstimmung.

(7) Über die Beschlüsse wird eine Niederschrift gefertigt, die von dem Schriftführer zu unterzeichnen ist. Jedes Mitglied erhält in Textform oder schriftlich ein Protokoll der Mitgliederversammlung mit den gefassten Beschlüssen.

§ 10 Der Kassenprüfer

(1) Der Kassenprüfer wird von der Mitgliederversammlung für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt und ist nicht Mitglied des Vorstandes. Wiederwahl und Abwahl sind zulässig.

(2) Seine Aufgabe ist die Prüfung der Kassenführung und der Jahresabrechnung des Kassenwartes in sachlicher und rechnerischer Hinsicht zum Ende eines Geschäftsjahres. Jedes Mitglied hat das Recht, das Protokoll der Kassenprüfung anzufordern und in Textform oder Schriftform zu erhalten.

1 Im Sinne des § 25 Abs. 2 WEG.

(3) Der Kassenprüfer erstattet der Mitgliederversammlung einen Prüfbericht über die angefallene Jahresprüfung und beantragt bei ordnungsgemäßer Führung der Kassengeschäfte die Entlastung des Kassenwarts.

§ 11 Finanzen

(1) Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und öffentlichen Zuschüssen.

(2) Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(3) Ausscheidende Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

§ 12 Auflösung des Vereins und Anfall des Vereinsvermögens

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Giordano-Bruno-Stiftung, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

Beschlüsse über die künftige Verwendung dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden. Die Satzung wurde auf der Gründungsversammlung am 2. März 2015 in Göttingen beschlossen und durch eine Mitgliederversammlung am 9. November 2015 geändert.